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Aktuelles im AK Asyl

Sommerferienaktion 2019

"Der schönste Tag im Leben"

Bild Kettelerhof

Sommerferienzeit in Lüdinghausen. Einige sind verreist, andere genießen die freie Zeit zuhause. Und so schön es ist, mit der Familie zusammen zu sein, manche kleineren oder größeren Streitigkeiten scheinen unvermeidbar aufzutreten. Zu ungewohnt ist die Situation, lange Zeit auf engem Raum miteinander zu verbringen.

So ergeht es vielen Flüchtlingsfamilien in Lüdinghausen. Viele Familien leben in nur einem Zimmer. Auch wenn sie rechtlichen Anspruch auf eine eigene Wohnung haben und aus den städtischen Gemeinschaftsunterkünften ausziehen dürften, ist es praktisch kaum möglich, weil es an geeignetem und angemessenem Wohnraum mangelt. So leben die Familien teilweise seit vier Jahren auf 25 qm: Mutter, Vater, Kinder (vom Kleinkind bis zu Kindern auf weiterführender Schule). Man kann sich vorstellen, dass das Leben auf engstem Raum zu Problemen innerhalb der Familie führt, gerade in den Sommerferien, in denen die Kinder noch viel mehr Zeit zuhause verbringen.

Aus diesem Grund hat der Arbeitskreis Asyl in diesem Jahr zum vierten Mal eine Fahrt zum Ketteler Hof veranstaltet. Ziel war es, den Kindern einen schönen Tag in den Ferien und eine Auszeit von den eigenen vier Wänden anzubieten.

Da der Andrang in den letzten Jahren enorm groß war, wurden in diesem Jahr zwei Busse gechartert; mit insgesamt 106 Leuten ging es auf die Reise. Zum Glück wurden im Juli Tage erwischt, die nicht ganz so heiß waren und die eine tolle Zeit mit gemeinsamen Erlebnissen auf dem Ketteler Hof ermöglichten. Besonders schön waren die Momente, wo die Kleinen erzählten, dass sie am liebsten nicht mehr nach Hause wollten, weil sie den schönsten Tag in ihrem Leben hatten. Familien kamen mittags zusammen. Mitgebrachtes Essen wurde auspackt und miteinander geteilt. Arabische, afrikanische und deutsche Köstlichkeiten konnten probiert werden und trugen zu einem internationalen, friedlichen Miteinander bei.

Dank zahlreicher Spenden - des Lions Club, der Volksbank Lüdinghausen, der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Lüdinghausen und Seppenrade, der Stadt Lüdinghausen und einer privaten Spende - konnte der Ausflug kostendeckend finanziert werden.
Allen Spendern ein herzlicher Dank !

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Die 72-Stunden-Aktion 2019
vom 23. bis 26. Mai 2019

Die Sozialaktion des BDKJ in Deutschland
In 72 Stunden die Welt besser machen

Bei der 72-Stunden-Aktion engagieren sich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 72 Stunden lang eigenverantwortlich und selbstorganisiert in einem sozialen Projekt. Der Grundgedanke der Solidarität im Einsatz für Andere und mit Anderen steht in diesen drei Tagen im Fokus.

„In 72 Stunden die Welt ein Stückchen besser machen“ – das ist Motto und Ausgangspunkt aller Aktivitäten rund um die Aktion. Die Projekte greifen politische und gesellschaftliche Themen auf, sind lebensweltorientiert und geben dem Glauben „Hand und Fuß“. Die Teilnehmenden setzen sich konkret vor Ort in ihrem Sozialraum ein. Einen Raum, dessen Bedingungen und Probleme sie kennen. Sie werden eben dort für und mit anderen tätig, wo sie auch sonst im Alltag unterwegs sind.

Die 72-Stunden-Aktion wird vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gemeinsam mit seinen Diözesan- und Jugendverbänden durchgeführt. Kooperationen etwa mit Akteuren aus der Jugendsozialarbeit oder mit interkulturellen und interreligiösen Partnern und die Beteiligung von muttersprachlichen Gemeinden werden ausdrücklich angestrebt. Sie werden als Zielgruppen explizit angesprochen. Eine Beteiligung an der Aktion steht darüber hinaus auch anderen jungen Menschen und ihren Vergemeinschaftungsformen offen – übrigens auch aus anderen Ländern.